

Ein Beispiel aus meinem Transformations-Prozess:
Einer meiner alten Glaubenssätze war: “Ich muss/will es allen Recht machen, um Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen”. “Liebe und Aufmerksamkeit muss man sich verdienen”
Mit 38 Jahren wurde mir erstmals bewusst und klar, dass wenn ich es jedem Recht machen will und mache, einer immer auf der Strecke bleiben wird. Und zwar ich selbst!
In einer sogenannten Einzelsitzung wurde mir bewusst, warum ich diese Überlebensstrategie als Kind gewählt hatte und ich habe mich dazu entschlossen einen neuen Weg zu gehen, den Weg der Selbstliebe mit der neuen Entscheidung: “Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben und von nun an sorge ich gut für mich, zu meinem Wohl und zum Wohle aller.”
An dieser Stelle liegt es mir sehr am Herzen den Unterschied zwischen Egoismus und Eigenliebe / Selbstliebe dar zu stellen, da mir dieser Unterschied anfangs nicht klar war und mein “altes Ich” mir die Selbstliebe anfangs verbot, da es Selbstliebe mit Egoismus gleichsetzte und in der Kindheit hatte ich gelernt, dass ich nicht egoistisch sein darf. Der große Unterschied zwischen Egoismus und Selbstliebe ist, dass der Egoist sich auf Kosten anderer “bereichert” oder zumindest sich nicht um die anderen schert, wobei der selbstliebende Mensch gut für sich sorgt, ohne einem anderen zu schaden, also auch die Anderen mit im Blick zu haben.
So habe ich beispielsweise gelernt gut für mich zu sorgen, indem ich Freizeit mit mir verbringe – was einerseits mit sich bringt, dass ich diese Zeit nicht mehr für Familie, Freunde oder Arbeit habe, aber diese Zeit schenkt mir Ruhe, Gelassenheit, Klarheit und vor allem Kraft, so dass meine Familie, meine Freunde und auch meine Arbeit am Ende davon profitieren. Daher der kleine Zusatz in meiner neuen Entscheidung: “zu meinem Wohl und zum Wohle aller”.